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Hochbehälter Rautal: Betongang für die zweite Wasserkammer erfolgt

Auf der Baustelle für den Hochbehälter Rautal wurde heute (25. Februar) die Betondecke für die zweite Wasserkammer gegossen. Damit sind nun beide Speicherkammern fertig und liegt das Großprojekt weiter im Zeitplan. Für den heutigen Deckenschluss wurden erneut 60 Tonnen Stahl und 218 Kubikmeter Beton verbaut - angeliefert von 27 Betonmischern und verteilt von einer großen Betonpumpe. Im März steht der nächste Meilenstein an: Dann werden im Rahmen der Dichtheitsprüfung die Kammern erstmals mit Wasser gefüllt. Der neue Hochbehälter soll Ende des Jahres ans Netz gehen. Der Zweckverband JenaWasser investiert 6,3 Millionen Euro in das Vorhaben.

 

Der neue Hochbehälter wird mit einem Fassungsvermögen von 6.000 Kubikmetern Jenas zweitgrößter Wasserspeicher sein. Seine Inbetriebnahme wird den Großteil der durch das Wasserwerk Burgau versorgten Gebiete von Jena netztechnisch völlig verändern. Die Wasserbeschaffenheit ändert sich dadurch nicht, jedoch ist damit in bestimmten Bereichen von Jena auch eine Erhöhung des Versorgungsdruckes verbunden. In der Folge müssen eine Reihe von Grundstückseigentümern in ihrer Hausinstallation entsprechende Druckminderer nachrüsten. Der Zweckverband JenaWasser informiert die betroffenen Kunden rechtzeitig.

 

Zur Erschließung des Hochbehälters werden noch das ganze Jahr über neue Hauptversorgungsleitungen verlegt. Damit im Zusammenhang steht z.B. die aktuelle Baumaßnahme in der Dornburger Straße. Zeitnah werden zudem die Arbeiten in der Erich-Kuithan- und der Zitzmannstraße sowie im Spitzweidenweg fortgesetzt. Ab dem Sommer wird abschließend in der Kahlaischen Straße eine neue Hauptversorgungsleitung verlegt.

 

Der Hochbehälterneubau ist ein zentrales Projekt im Wasserversorgungskonzept 2040 für Jena und die Region. Mit einer ganzen Reihe von Investitionen soll das historisch gewachsene Trinkwassernetz der Stadt zukunftsfähig umgestaltet werden. Ziel ist es, die zuverlässige und qualitativ hochwertige Versorgung mit Trinkwasser langfristig zu sichern und betrieblich zu optimieren. Mit Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters können der 1899 errichtete Hochbehälter Landgrafen, der 1915 errichtete Hochbehälter Kunitz sowie weitere Anlagen außer Betrieb genommen werden.