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Jenas zweitgrößter Wasserspeicher feierlich eingeweiht

Maßnahme aus Wasserversorgungskonzept 2040 sichert Versorgung für Jahrzehnte

6,3 Millionen investierte Euro, 24 Monate Bauzeit, 6.000 Kubikmeter Fassungsvermögen: Nach erfolgreichem Abschluss der Inbetriebnahme wurde heute der neue Hochbehälter im Rautal feierlich eingeweiht. Mit einem Volumen von umgerechnet rund 50.000 Badewannen entstand damit Jenas zweitgrößter Wasserspeicher. Die neue Anlage versorgt – direkt und indirekt über weitere Anlagen - rund 46.500 Einwohner vorrangig im Stadtzentrum, Jenas Norden und Osten, Kunitz sowie in Großlöbichau.

 

Jürgen Hofmann, Verbandsvorsitzender des Zweckverbands JenaWasser: „Trinkwasser ist und bleibt Lebensmittel Nummer 1. Dass es jederzeit frisch und sauber aus dem Hahn läuft, ist unser Antrieb. Dafür investieren wir als Zweckverband vorausschauend in die nötige Infrastruktur. So wie in diesen Hochbehälter, der die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser in Jena für die nächsten Jahrzehnte sichert.“ Er dankte den Kollegen der bauausführenden Firmen Züblin, BLK, Pumpen Wolf und Prozesstechnik Wölfer für ihre Arbeit und nahm den symbolischen Schlüssel für die neue Anlage entgegen.

 

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche sprach von einem wesentlichen Mosaikstein für die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität Jenas durch die Inbetriebnahme: „Der Hochbehälter im Rautal versorgt große Gebiete der Stadt mit sauberem Trinkwasser und ist damit wesentlicher Teil der Daseinsvorsorge für die Stadt. Wenn die Stadt wächst, muss auch die Infrastruktur mitwachsen. Auch wenn man sie nach Abschluss der Bauarbeiten kaum noch sieht, ist sie lebenswichtig. Eine stabile Versorgung mit der wertvollen Ressource Trinkwasser ist unverzichtbar. Ich danke JenaWasser und den Stadtwerken Jena für diese Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.“

 

Der Hochbehälterneubau ist ein zentrales Projekt im Wasserversorgungskonzept 2040 für Jena und die Region. Mit einer Reihe von Investitionen wird dabei das historisch gewachsene Trinkwassernetz der Stadt zukunftsfähig umgestaltet. Mit der Inbetriebnahme erhöhte sich in einigen Teilen von Jena der Versorgungsdruck um bis zu 3 bar.  In einem ersten Schritt konnten der 1899 in Betrieb genommene Hochbehälter Landgrafen und der 1911 errichtete Hochbehälter Kunitz außer Betrieb genommen werden. Weitere Anlagen, darunter ein Hochbehälter aus dem Jahr 1898 am Ostfriedhof, sollen bis Jahresende folgen.

 

Der Lage des neuen Hochbehälters inmitten des Naturschutzgebietes Rautal trägt unter anderem die neue Fassadengestaltung Rechnung: Etwa 160 Quadratmeter Außenfassade wurden von der Jenaer Graffiti-Firma Farbgefühl mit natürlichen Gras- und Wassermotiven gestaltet. Die Begrünung als Widergutmachung sorgt für hohe Biodiversität des unteririschen Bauwerks und für eine optimale Anpassung in die umliegende Natur.

 

Zahlen und Fakten

     

  • Baustart: Mai 2020 - Inbetriebnahme: Dezember 2021 - Anbindung ans Versorgungsnetz März 2022
  • 322 Tonnen Stahl und 1.751 Kubikmeter Beton verbaut
  • Unterirdisches Bauwerk mit Grundfläche von 1.371 Quadratmetern
  • Die unterirdische Anlage besteht unter anderem aus zwei identischen Wasserkammern und einem Schieberhaus für die Anlagensteuerung.
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Zweckverband JenaWasser

 

JenaWasser kümmert sich in seinem Verbandsgebiet um die Wasserver- und Abwasserentsorgung für rund 150.000 Einwohner in 27 Städten und Gemeinden mit Trinkwasser. Jährlich liefert der Zweckverband rund 5,8 Millionen Kubikmeter Wasser an seine Kunden. Dazu betreibt JenaWasser mit seinem Betriebsführer Stadtwerke Jena 43 Tiefbrunnen, 5 Wasserwerke und 43 Hochbehälter, das Trinkwassernetz hat eine Länge von circa 670 Kilometern. Jährlich investiert JenaWasser zwischen 17 und 20 Millionen Euro in die Erneuerung, die Optimierung und die Erweiterung der Wasserver- und Abwasserentsorgungsanlagen.