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Kraftwerksumbau schreitet voran: Schornstein demontiert

Die Umstellung des Kraftwerks Hermsdorf auf den Betrieb mit BHKW-Modulen schreitet voran: Um Platz für die neue Anlagentechnik zu schaffen, wurde am Mittwoch (24. Juni) ein mittlerweile nicht mehr genutzter Schornstein demontiert. Dafür wurde der ca. 30 Meter hohe und ca. 15 Tonnen schwere Stahlkamin in zwei Abschnitten mit einem riesigen Kran aus dem Dach des Kraftwerkaltbaus herausgehoben und abtransportiert. Das komplizierte Vorhaben klappte reibungslos und war am Nachmittag erfolgreich abgeschlossen.

Damit ist nun Baufreiheit geschaffen für die Installation des ersten Blockheizkraftwerks (BHKW), das voraussichtlich noch im dritten Quartal ans Netz gehen soll. Zwei weitere baugleiche Anlagen werden folgen. Mit einer thermischen und elektrischen Leistung von jeweils 1 MW werden die drei BHKW durch die Verbrennung von Erdgas Strom und Fernwärme für die Holzlandregion erzeugen. Die job Jenaer Objektmanagement- und Betriebsgesellschaft investiert rund 4,3 Millionen Euro in das Vorhaben.

Die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit 2019. Da die neue Technik in den Altbau einziehen soll, musste in dem mehr als 90 Jahre alten Klinkergebäude erstmal Platz geschaffen werden. Bei der Demontage noch vorhandener Teile einer früheren Gasturbinenanlage, beim Abbruch von Mauern und ungenutzten Anbauten wurden rund 190 Tonnen Metall, 40 Tonnen Ziegel und 30 Tonnen Dämmmaterial abtransportiert.

Die bisherige Holzfeuerung im 2007 errichteten Neubauteil des Kraftwerkes ist bereits außer Betrieb. Aktuell sichern zwei Erdgas-Heizkessel im Kraftwerksaltbau die Wärmeversorgung für Hermsdorf. Bisher wurden sie in Spitzenbedarfszeiten zugeschaltet. Ihre thermische Leistung von jeweils 8 MW reicht aber aus, um den Wärmebedarf der Holzlandstadt während der Bauzeit komplett zu decken.