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Hochbehälter Rautal: Beide Kammern dicht, bald geht's ans Verfüllen

Beim Neubau des Hochbehälters Rautal ist ein weiterer Meilenstein geschafft: Die Dichtheitsprüfung für beide Wasserkammern verlief erfolgreich. Bei der Probebefüllung der jeweils 3.000 Kubikmeter fassenden Speicher fielen keinerlei Undichtigkeiten oder andere Baumängel auf. Damit beginnen nun die Vorbereitungen zum Verfüllen der später einmal unterirdischen Kammern.

 

Aktuell ist die beauftragte Baufirma mit Isolier- und Dämmarbeiten an Wänden und Decken beschäftigt. Zudem wird im Umfeld der Kammern Drainage verlegt. Auch stehen umfangreiche Schachtarbeiten zur Verlegung der für den Hochbehälter zahlreich nötigen Anschluss-, Entleerungs-, Überlauf- und Entwässerungsleitungen an. Entsprechend dauert es noch einige Wochen, bis die Kammern tatsächlich mit Erde bedeckt werden und aus dem Auge des Betrachters verschwinden.

 

Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, was auf der derzeit größten Baustelle von JenaWasser bereits alles passiert ist, dem empfehlen wir unser kurzes Zeitraffer-Video. Es zeigt die Bautätigkeit von September bis zum Abschluss des Rohbaus Ende März im Schnelldurchlauf. >>Zum Video bei YouTube geht's hier entlang<<

 

Der neue Hochbehälter im Rautal soll Ende des Jahres ans Netz gehen. Mit einem Fassungsvermögen von 6.000 Kubikmetern wird er Jenas zweitgrößter Wasserspeicher sein. Der Zweckverband JenaWasser investiert 6,3 Millionen Euro in das Vorhaben. Der Hochbehälterneubau ist ein zentrales Projekt im Wasserversorgungskonzept 2040 für Jena und die Region. Seine Inbetriebnahme wird den Großteil der durch das Wasserwerk Burgau versorgten Gebiete von Jena netztechnisch völlig verändern. Die Wasserbeschaffenheit ändert sich nicht, jedoch ist damit in bestimmten Bereichen von Jena auch eine Erhöhung des Versorgungsdruckes verbunden. In der Folge müssen eine Reihe von Grundstückseigentümern in ihrer Hausinstallation entsprechende Druckminderer nachrüsten. Der Zweckverband JenaWasser informiert die betroffenen Kunden rechtzeitig.

 

Zur Erschließung des Hochbehälters werden noch das ganze Jahr über neue Hauptversorgungsleitungen verlegt. Damit im Zusammenhang stehen z.B. die aktuellen Baumaßnahmen in der Dornburger Straße sowie in der Erich-Kuithan- und der Zitzmannstraße. Ab Mitte Mai wird abschließend in der Kahlaischen Straße eine neue Hauptversorgungsleitung verlegt sowie ab Mitte Juni die Maßnahme im Spitzweidenweg fortgesetzt.

 

Mit Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters können der 1899 errichtete Hochbehälter Landgrafen, der 1915 errichtete Hochbehälter Kunitz sowie weitere Anlagen außer Betrieb genommen werden.